An vier Nachmittagen durften die Schüler:innen der AG „Gesund aufwachsen am Messelberg“ lernen, wie sie in Gefahrensituationen richtig handeln, wie sie sich gegenüber vermeintlich Stärkeren mit Worten wie „Halt, Stopp! Lass das!“ und den entsprechenden Körperhaltungen wehren können. Die Fünftklässler wissen nun, dass man helfen und nicht wegschauen soll, wenn andere Menschen gemobbt werden. Durch das Projekt RESPEKT haben die Kinder Selbstvertrauen und Stärke gewonnen. Auch die Sinnhaftigkeit des Handys wurde kritisch hinterfragt. Mit der Botschaft „Hört auf, dauernd auf dieses Ding zu schauen und fangt wieder an, miteinander zu reden!“ zeigte Eugen Keim deutlich die sozialen Defizite der heutigen Gesellschaft auf.

Das „Projekt Respekt“ verfolgt das Ziel, Werte zu vermitteln und Orientierung durch die Praxis der Kampfkunst zu schaffen. Bereits 1995 initiierte Eugen Keim, Leiter der Kampfkunstschule SHIMBOKU in Wiesensteig (www.dojo-shimboku.de), dieses Projekt als Maßnahme zur Gewaltprävention.

Im Mittelpunkt stehen Elemente des Ju-Jitsu, die als Werkzeug dienen, um Werte erfahrbar zu machen. Dabei gilt das Prinzip: Der Mensch mit seinen individuellen Stärken und Schwächen steht im Zentrum. Jede Schülerin und jedes Kind wird dort abgeholt, wo es gerade steht. Das Projekt eröffnet die Möglichkeit, persönliche Stärken bewusst wahrzunehmen und zu fördern sowie eigene Defizite zu erkennen und auszugleichen.

Die körperliche Intensität des Projekts bietet zudem ein Ventil, um innere Aggressionen oder Stress abzubauen – unterstützt beispielsweise durch den Kampfschrei. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der Wechsel zwischen Kraft und Entspannung. Dies wird durch die Kombination verschiedener Disziplinen erreicht:

Judo und Ju-Jitsu (Kraftentfaltung, Selbstverteidigung und Auspowern) und

Tai-Chi-Chuan: Langsamkeit, Ruhe und Entspannung.

Zentral geht es bei den Bausteinen um die Entwicklung von Eigen- und Fremdwahrnehmung, das Einhalten von Regeln sowie das Erlernen sozialer Kompetenzen.

Wir freuen uns, dass diese AG-Nachmittage von der AOK Neckar Fils unterstützt wurden.